Königsadlerschiessen 2007:
Unser jährliches traditionelles Königsadlerschiessen fand diesmal am 28.07.07 in unserem Vereinsheim in Wendelsheim statt. Es wurde um den Ehrentitel des/der neuen Schützenkönig/in und des/der neuen Kronprinzen/essin geschossen.
Zur Erklärung für alle aussenstehende Nichtvereinsmitglieder: Zur Ermittlung des Schützenkönigs oder der Schützenkönigin, wurde Kleinkaliber KK stehend aufgelegt, natürlich nicht auf einen echten Adler, sondern aus einem speziell aus Holz angefertigten Adler geschossen. Dabei müssen zuerst alle Trophäen in einer bestimmten Reihenfolge abgeschossen werden. Bis es schlussendlich um den Rumpf des Adlers geht, welcher nach Abschuss den König oder die Königin bestimmt. Folgende Reihenfolge wird bei den Trophäen geschossen: Krone, Apfel, Zepter, linker Flügel, rechter Flügel und den Rumpf. Teilnehmen kann jedes Mitglied des Schützenvereins Wendelsheims, egal ob passiv oder aktiv. Weitere Bedingung hierbei war, dass der/der Schütze/in ein Mindestalter von 14 Jahren und eine Einverständniserklärung der Eltern vorlegt. Sowie die weiteren nach unserer Satzung bestimmten Vorraussetzungen einhält. Für alle jüngeren Schützen ab 12 Jahren haben wir auch einen Adler aus Holz. Auf welchem mit dem Luftgewehr stehend freihändig aus 10m Entfernung, in derselben Trophäenreihenfolge, wie oben genannt geschossen wird und den Kronprinzen bzw. die Kronprinzessin bestimmt. (mis). Folgendes ereignete sich dieses Jahr:
Adlerkönig Konrad Schmid räumte ab
Kronprinz beim Königsschiessen wurde Martin Kugler
Der 522. Schuss brach dem Adler das Genick. Jedenfalls fiel das von Peter Gruber gestiftete fast mannsgroße Holztier vollkommen durchlöchert vom Pfahl ins Gras. Damit war das traditionelle Königsadlerschiessen vom Sportschützenverein Wendelsheim beendet. Und Konrad Schmid der glückliche Preisträger. Überhaupt war dieser Samstag im Schützenhaus sein Tag. Denn auch der KK-Schuss auf die 50 Meter entfernte Ehrenscheibe wurde von ihm am besten ins Zentrum gezirkelt. Das freute sicherlich auch sein holdes Eheweib, Renate. Denn von ihr stammt, ebenfalls traditionell, die wunderschöne Bemalung der großen Holzscheibe. Sie hängt jetzt, versehen mit seinem Namen, an exponierter Stelle im Vereinsheim.
Fast hätte diese Scheibe den Namen von Martin Kugler getragen. Der 14-Jährige traf nämlich nur um einen Hauch weniger die Mitte der Ehrenscheibe. Dafür hielt sich der ausgezeichnete Sänger, Klavierspieler und E-Bass-Gitarist beim Jugendadler-Schiessen schadlos. Ihm gelang es, mit dem 351. Schuss, den Luftgewehr-Adler auf den zehn Meter entfernten Boden stürzen zu lassen. Seine erste Trophäe. Nach nur einem Jahr Training im Schützenverein.(wajo)

Bild 1: Die glücklichen Gewinner mit ihren Ehrengaben
v.l.n.r.: Waldemar Hörmann (rechter Flügel), Konrad Schmid (Schützenkönig und Gewinner der Ehrenscheibe), Bernhard Wiesenfarth (Zepter), Martin Spranger (linker Flügel), Jochen Freudenberger (Krone), Jürgen H. Schmid (rechter Flügel), Benedikt Layer (Jugend-Zepter nach nur zwei Schuss!), Fabian Fröhlich (Jugend-Krone), Patrick Schiebel (rechter Jugend-Flügel); Samuel Dollinger (Jugend-Apfel und linker Jugend-Flügel). Es fehlt der Jugend-Kronprinz Martin Kugler. Foto: Jürgen H. Schmid

Bild 2: Über 130 Schuss lang hielt sich der quasi waidwund geschossene Adler ohne Unterteil, bis der rechte Flügel endlich von Samuel Dollinger vom Rumpf getrennt wurde. Foto: (wajo)

Bild 3: Traditionell auch der dreifache Ehrensalut unter Leitung von OSM Armin Kittel für den bis dahin amtierenden Schützenkönig vom letzten Jahr: Dieter Boehm. Foto: (wajo)
Autoren: Michael Schramm (mis)
Walter K. Johnen (wajo)
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